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Dietzenbach


1482 Kilometer für guten Zweck geschwommen

Dietzenbach (ing) In klarem blauen Wasser ziehen die Schwimmer ruhig ihre Bahnen. Nur vereinzelt peitschen die Arme durch das kühle Nass, wenn ein Schwimmer krault und damit jede Menge Wellen verursacht. Einige drehen die Köpfe zur Seite, um nicht umherspritzende Wassertropfen in die Augen zu bekommen. Nach jeder Runde notieren die Helfer für die jeweilige Bahn und den Schwimmer ein Kreuzchen.

So wurden am vergangenen Wochenende beim 24-Stunden- Schwimmen im Freibad die Kilometer zusammenaddiert. Diesmal schwammen 410 Teilnehmer für einen guten Zweck. Für welche Einrichtungen gespendet werden soll, steht allerdings noch nicht fest, wie Organisator Reiner Wagner mitteilte.



"Es ist alles ruhig, und die Stimmung im Becken und am Rand ist toll", sagte Wagner. Für den Notfall waren sechs Sicherheitsbeamte anwesend, um Ausschreitungen zu verhindern. Nach einem Vorfall vor zwei Jahren sind die Veranstalter vorsichtig geworden: "Wir haben das Rahmenprogramm auf fast null zurückgeschraubt, um ein bestimmtes Publikum von dieser Veranstaltung fern zu halten", erklärte Wagner. Die Band "Brumble Shnoot" war die einzige, die am Samstagabend im Festzelt ordentlich einheizte.



"Für uns steht das Schwimmen im Vordergrund", meinten die beiden Teilnehmerinnen Franziska Schwarze und Patricia Rehart, beide 14 Jahre alt. "Und wir schwimmen so viel, wie wir schaffen." Das Rahmenprogramm sei ihnen völlig egal.



Für kulinarische Köstlichkeiten beim Wettbewerb sorgte die Schwimmsportgemeinde aus Rödermark. An ihrem Stand konnten sich nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die zahlreichen Helfer stärken. Wer schon geschwommen war, aber nach einiger Zeit noch mal ins Becken wollte, konnte im Freibad schlafen. Dafür hatten die Veranstalter ein Zelt auf der Wiese aufgestellt.



Um alle voneinander unterscheiden zu können, mussten die Wasserratten farbige Badekappen mit Zahlen tragen. Jede Bahn hatte eine andere Farbe. Insgesamt 1482,6 Kilometer haben alle Teilnehmer erschwommen. Die Jüngsten waren Anne Christin Kost und Lars Wilkens, beide fünf Jahre alt. Sie erreichten einen beziehungsweise 1,2 Kilometer. Als stärkste Schule präsentierte sich die Rudolf-Steiner-Schule. Sie schwamm 496,5 Kilometer zusammen. Bürgermeister Stephan Gieseler überreichte Urkunden, Medaillen und Pokale.



Dazu: "Herausragende Leistungen ausgezeichnet"
Quelle: Offenbach-Post

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25. November 2007
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